Was kostet es, einen Online-Shop erstellen zu lassen?
Für den Bau nennen deutschsprachige Anbieter 2026 alles zwischen 750 € und 150.000 € — und beide Enden sind ernst gemeint, sie beschreiben nur völlig verschiedene Shops. Bei uns kostet ein vollständiger Shop im Festpreis ab 1.500 €. Dazu kommen in jedem Fall laufende Kosten: die Gebühr Ihres Shopsystems, die Gebühr Ihres Zahlungsanbieters und der Betrieb der Seite.
Die Spanne wirkt beliebig, ist es aber nicht. Sie entsteht fast vollständig aus drei Fragen: Wie viele Artikel und Varianten verwalten Sie? Muss der Shop an eine Warenwirtschaft angebunden werden? Und bauen Sie auf einem Mietsystem oder auf einer Open-Source-Plattform, die Sie selbst betreiben?
Die Kosten pro Shopsystem im Vergleich
Das Shopsystem entscheidet, wo Ihr Geld hingeht: bei Shopify in eine Monatsgebühr und Transaktionsprozente, bei WooCommerce und Shopware Community in Hosting und Umsetzung, bei JTL in ein Bundle, das nur mit der JTL-Warenwirtschaft Sinn ergibt. Alle Zahlen in dieser Tabelle stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen im Oktober 2026.
| System | Lizenz und Hosting | Transaktionsgebühren | Umsetzungsaufwand | Für wen es passt |
|---|---|---|---|---|
| Shopify | Basic 32 €/Monat (24 € bei Jahreszahlung), Grow 92 € (69 €), Advanced 384 € (289 €), Plus ab 2.100 €. Hosting inklusive. | Mit Shopify Payments ab 2,0 % + 0,25 € (Basic) bis ab 1,5 % (Plus). Externer Zahlungsanbieter: zusätzlich 2 % im Basic, 1 % im Grow, 0,6 % im Advanced, 0,2 % im Plus. | Gering. Kein Server, keine Update-Pflege. Die Arbeit liegt im Design, in den Produktseiten und im Tracking. | Die meisten Shops. Besonders, wenn Sie bezahlte Werbung schalten wollen und schnell live müssen. |
| WooCommerce | Plugin kostenlos, keine Umsatzbeteiligung. Hosting, Theme und Erweiterungen zahlen Sie einzeln. | Keine Plattformgebühr. Es fällt nur die Gebühr Ihres Zahlungsanbieters an — Stripe nennt für Standardkarten aus dem EWR 1,5 % + 0,25 €. | Mittel bis hoch. Sie betreiben WordPress mit Plugins, also auch deren Updates, Sicherheitslücken und Wechselwirkungen. | Shops, die tief in eine bestehende WordPress-Seite greifen oder volle Kontrolle über Hosting und Daten brauchen. |
| Shopware 6 | Community Edition 0 €. Rise ab 600 €/Monat, Evolve ab 2.400 €/Monat, Beyond „individuell“ — der Preis richtet sich laut Shopware nach dem Gross Merchandise Value. | Keine Plattformgebühr pro Verkauf. Stattdessen GMV-abhängige Planpreise und die Gebühr Ihres Zahlungsanbieters. | Hoch. In der Praxis ein Entwicklungsprojekt, nicht eine Konfiguration. | Größere Händler in Deutschland mit eigenem Entwicklungsbudget, komplexen Preis- und B2B-Regeln. |
| JTL-Shop | Seit April 2026 nur noch im Bundle mit der Warenwirtschaft: Start ab 0 €/Monat (Basis-Shop bis 500 Artikel), Advanced ab 119 € (99 € jährlich), Pro ab 369 € (329 €), Enterprise auf Anfrage. Shop-Hosting 29 €/Monat pro Shop. | Keine Plattformgebühr pro Verkauf. | Hoch, aber ein großer Teil davon ist Logistik und nicht Webdesign. | Händler, die ohnehin mit JTL-Wawi arbeiten. Ohne die Warenwirtschaft ist es die falsche Entscheidung. |
Quellen: shopify.com/de/pricing, woocommerce.com/pricing, shopware.com/de/preise und jtl-software.com/de/preise, jeweils abgerufen am 8. Oktober 2026. Die Stripe-Gebühr zitiert davidkeiser.de (Stand September 2026). Shopify-Preise, die bei Agenturen zirkulieren, sind häufig veraltet — latori.com, ostend.digital und fusion-agency.de nennen 2026 jeweils andere Beträge als Shopifys eigene Preisseite. Prüfen Sie Plattformpreise immer beim Hersteller.
Die wichtigste Zeile dieser Tabelle ist nicht die Monatsgebühr, sondern die Spalte mit den Transaktionsgebühren. Bei Shopify kostet ein externer Zahlungsanbieter im Basic-Plan zusätzliche 2 % vom Umsatz. Bei 10.000 € Monatsumsatz sind das 200 € — mehr als das Sechsfache der Lizenz. Wer bei Shopify die Zahlungsabwicklung nicht über Shopify Payments laufen lässt, zahlt für das System also ein Vielfaches des Listenpreises.
Der Fehler, der am meisten kostet
Das System nach dem Lizenzpreis auszuwählen. Die Lizenz ist bei einem kleinen Shop der kleinste Posten. Teuer werden Umsetzung, Transaktionsprozente und die Pflege — und genau die drei sind bei den „kostenlosen“ Systemen am höchsten.
Laufende Kosten pro Monat
Rechnen Sie neben dem Bau mit drei festen Blöcken: System, Zahlungsabwicklung und Betrieb. Nur den dritten können Sie wirklich verhandeln.
| Posten | Was üblich ist | Wer die Zahl veröffentlicht |
|---|---|---|
| Shopsystem | 0 € bis 384 €/Monat, je nach System und Plan | Preisseiten von Shopify, Shopware, JTL und WooCommerce |
| Hosting bei Open Source | 20–30 €/Monat bei bis zu 1.000 Besuchern am Tag | davidkeiser.de zitiert die Gründerplattform von BMWK und KfW, abgerufen Oktober 2026 |
| Apps und Erweiterungen | 50–300 €/Monat | ostend.digital, Stand September 2026 |
| Rechtstexte im Abo | 15–30 €/Monat | ostend.digital, Stand September 2026 |
| Wartung durch eine Agentur | 100–500 €/Monat | ostend.digital, Stand September 2026 |
| Betrieb bei uns | 39 €/Monat — Hosting, SSL, Backups, Wartung und kleine Änderungen | Resultstars, Festpreis |
Die Zahlungsgebühr fehlt in dieser Tabelle bewusst, weil sie keine Monatspauschale ist, sondern ein Prozentsatz vom Umsatz — bei kleinem Umsatz fast nichts, bei großem der teuerste Posten überhaupt. Bei Open-Source-Shops rechnet onweb24.com Hosting, Erweiterungen und Wartung zusammen mit 1.000 bis 3.000 € im Jahr (Stand 18. August 2026).
Was Agenturen für den Bau verlangen
Der Markt ist bei den Baukosten erstaunlich offen, solange man die Zahlen bei den Anbietern selbst nachliest. Die Spanne reicht von einem Komplettshop für 750 € netto bis zu Angeboten im sechsstelligen Bereich.
| Quelle und Stand | Veröffentlichter Preis für den Bau | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| webdesigner-profi.de | Einsteiger-Komplettshop ab 750 € netto, Profi-Webshop ab 3.000 €, Programmierung ab 25 €/Stunde | Der niedrigste ernst gemeinte Einstiegspreis, den wir gefunden haben. Kein Stufenmodell, nur Einstiegspreise. |
| Resultstars | ab 1.500 € netto, Festpreis | Vollständiger Shopify-Shop, bis zu zehn eingerichtete Produkte, Launch in 14 Tagen. |
| 98grad.com | Silber 2.500 €, Gold 4.500 €, Platin 7.500 €, jeweils netto | Gestaffelt nach Artikelzahl: bis 20 Produkte, bis 40 Produkte, unbegrenzt. Auf der Seite steht kein Datum. |
| davidkeiser.de, März 2026 | 2.000–4.000 € für einen Standardshop über eine Agentur | Zitiert die Gründerplattform von Bundeswirtschaftsministerium und KfW; für große Shops verweist er auf 15.000 € und mehr. |
| unicorn-factory.net, Juli 2025 | 1.000–5.000 € bei 1–9 Produkten, 5.000–10.000 € bei 10–99, 10.000–25.000 € bei 100–499, über 25.000 € ab 500 Produkten | Die saubere Staffelung nach Katalogtiefe — genau der Treiber, der den Preis am stärksten bewegt. |
| onweb24.com, August 2026 | Einfacher Shop über eine Agentur 8.000–15.000 €, komplexer Shop mit Warenwirtschafts-Anbindung 15.000–40.000 € | Die Anbindung an die Warenwirtschaft verdoppelt den Preis. Das ist der härteste Sprung in der ganzen Tabelle. |
| ostend.digital und fusion-agency.de, 2026 | 3.000–8.000 €, 8.000–20.000 €, 20.000–50.000 €, 50.000–150.000 € und mehr | Zwei Shopify-Agenturen mit identischen vier Stufen — also ein Datenpunkt, nicht zwei. ostend.digital nennt zusätzlich: Freelancer ab 1.500 €, Agenturen ab 3.000 €, Eigenbau 0 € plus 40 bis 100 Stunden eigene Zeit. |
Abgerufen im Oktober 2026. Zwei Hinweise zur Vorsicht: unicorn-factory ist unter .net erreichbar, nicht unter .de, und ihre Tabelle ist von Juli 2025 — bei Preisen ist ein Jahr viel. Die US-Agentur cartcoders.com nennt für einen Shopify-Aufbau 3.000 bis 25.000 $ und Agenturstundensätze von 90 bis 160 $ für Westeuropa; das ist eine andere Währung und ein anderer Markt, taugt also nur als Größenordnung.
Woran der Preis tatsächlich hängt
Nicht am Design und nicht an der Zahl der Seiten. Vier Dinge bewegen den Preis, und sie bewegen ihn in dieser Reihenfolge:
- Die Tiefe des Katalogs. Zehn Produkte sind ein Nachmittag. Zehntausend Produkte mit Varianten, Staffelpreisen und Datenfeeds sind ein Datenprojekt. Deshalb staffeln die ehrlicheren Anbieter ihre Preise nach Artikelzahl und nicht nach Seiten.
- Die Anbindung an Ihre Warenwirtschaft. Der größte Einzelsprung. Solange Bestellungen und Lagerstände von Hand gepflegt werden, bleibt ein Shop günstig. Sobald ERP, Versanddienstleister und Buchhaltung automatisch miteinander reden sollen, wird aus dem Webprojekt ein Schnittstellenprojekt.
- Wie viele Länder und Steuersätze. Ein Shop für Deutschland ist einfach. Ein Shop für die EU mit unterschiedlichen Steuersätzen, Versandregeln, Rückgabefristen und Sprachen ist es nicht.
- Ob es eine Migration ist. Ein neuer Shop ist billiger als der Umzug eines bestehenden. Bestandsdaten, Bestellhistorie, Kundenkonten und URLs müssen mit, ohne dass Ihre Rankings verschwinden.
Was den Preis dagegen kaum bewegt: die Zahl der Designentwürfe und die Frage, ob Sie Shopify oder WooCommerce nehmen. Beide Entscheidungen fühlen sich groß an und kosten am Ende wenig.
Was Sie bei uns für 1.500 € bekommen — und wo es aufhört
1.500 € netto als Festpreis sind der Einstieg für einen kleinen Katalog. Enthalten ist ein vollständiger Shopify-Shop mit individuellem Design, bis zu zehn eingerichteten Produkten, conversion-optimierten Produktseiten, allen gängigen Zahlungsarten (Klarna, PayPal, SEPA, Apple Pay), DSGVO-konformen Rechtstexten, Mobile-First-Design, Speed-Optimierung und Basis-Tracking mit GA4 und Meta-Pixel. Launch in 14 Tagen, 30 Tage Support danach. Zahlbar in zwei Raten zu je 50 % oder in drei Raten ohne Aufpreis.
Und jetzt der Teil, den Preisseiten gern auslassen — wo dieser Preis aufhört. Nicht enthalten sind: die Lizenz Ihres Shopsystems, die Anbindung an eine Warenwirtschaft, der Import von mehreren hundert oder tausend Artikeln samt Varianten, mehrsprachige oder mehrländerfähige Shops, B2B-Preislogik mit Kundengruppen, die Migration eines bestehenden Shops mit Bestellhistorie und das Aufsetzen von Werbekampagnen. Für diese Fälle gibt es unsere Pakete Performance und Scale, und die bekommen ein echtes Angebot statt einer Zahl auf einer Website — weil man den Aufwand sonst nicht seriös schätzen kann.
Mehr zum Leistungsumfang und zu den Referenzen steht auf unserer Seite zu Online-Shops; die strategische Seite — Produktseiten, Checkout, Tracking, bezahlte Reichweite — behandeln wir unter E-Commerce.
Wie lange es dauert
Bei uns 14 Tage von Start bis Launch, und wenn wir das nicht halten, gibt es einen Rabatt. Das ist möglich, weil der Einstieg ein klar abgegrenzter Umfang ist und nicht ein offenes Projekt.
| Umfang | Veröffentlichte Dauer | Quelle |
|---|---|---|
| Shop mit kleinem Katalog, Festpreis | 14 Tage | Resultstars |
| 3.000–8.000 € | 2–4 Wochen | fusion-agency.de, 1. Juli 2026 |
| 8.000–20.000 € | 4–8 Wochen | fusion-agency.de, 1. Juli 2026 |
| 20.000–50.000 € | 8–14 Wochen | fusion-agency.de, 1. Juli 2026 |
| 50.000–150.000 € und mehr | 12–24 Wochen | fusion-agency.de, 1. Juli 2026 |
| Eigenbau, ohne Agentur | 40–100 Stunden eigene Arbeitszeit | ostend.digital, 2026 |
Die Dauer wächst mit dem Preis, weil beide dasselbe messen: den Umfang. Rechnen Sie bei jedem Projekt zusätzlich Ihre eigene Zeit ein — Produktfotos, Texte, Artikeldaten und Versandregeln kommen von Ihnen, und daran scheitern Zeitpläne häufiger als an der Technik.
Wann sich ein eigener Shop nicht lohnt
In drei Fällen würden wir Ihnen von einem eigenen Shop abraten, auch wenn wir damit einen Auftrag verlieren.
- Sie haben noch keinen Absatzkanal. Ein Shop ist ein Kassensystem, keine Reichweite. Wenn niemand Ihr Produkt sucht und Sie keinen Kanal haben, auf dem Sie Aufmerksamkeit erzeugen können, verkauft der schönste Shop nichts. Dann gehört das Geld zuerst in bezahlte Reichweite oder in einen Marktplatz — und der Shop kommt, wenn Nachfrage messbar ist.
- Ihr Deckungsbeitrag trägt keine Transaktionskosten. Rechnen Sie Zahlungsgebühr, Verpackung, Versand und Retourenquote gegen Ihre Marge. Bei einem Produkt mit zwei Euro Deckungsbeitrag frisst die Abwicklung den Gewinn, bevor der erste Besucher kommt.
- Sie verkaufen wenige, erklärungsbedürftige Dinge. Bei drei Produkten mit Beratungsbedarf ist eine Landing Page mit Anfrageformular oft stärker als ein Warenkorb — billiger, schneller und näher an der Art, wie dort tatsächlich gekauft wird.
Wenn Sie nur eine Größenordnung brauchen, bevor Sie überhaupt Angebote einholen: Unser Website-Kosten-Rechner führt Sie in wenigen Fragen zu einer Spanne, und wer dahinter steht, steht unter „Über uns“.
Woher die Zahlen stammen
- Planpreise und Transaktionsgebühren der Systeme — shopify.com/de/pricing, woocommerce.com/pricing, shopware.com/de/preise, jtl-software.com/de/preise; alle abgerufen am 8. Oktober 2026.
- Einstiegspreise für den Bau — webdesigner-profi.de („Einsteiger-Komplettshop ab 750 € netto“, ohne Datumsangabe auf der Seite) und 98grad.com (2.500 / 4.500 / 7.500 € netto nach Artikelzahl, ohne Datumsangabe).
- Agenturspannen und Staffelungen — onweb24.com (Stand 18. August 2026), unicorn-factory.net (aktualisiert Juli 2025), ostend.digital (Stand September 2026), fusion-agency.de (1. Juli 2026), latori.com (Juni 2026).
- Standardshop 2.000–4.000 € sowie Hosting 20–30 €/Monat — davidkeiser.de (18. März 2026, aktualisiert Oktober 2026), dort zitiert nach der Gründerplattform von Bundeswirtschaftsministerium und KfW.
- Preise in US-Dollar — cartcoders.com (März 2026), Shopify-Aufbau 3.000–25.000 $, Agenturstundensätze Westeuropa 90–160 $.
- Resultstars-Preise, Leistungsumfang und Launch-Zeit — die Seite zu Online-Shops, Stand 2026.

