Was kostet die Wartung einer Website?
Bei uns 39 € netto im Monat, und darin ist alles enthalten: Hosting, SSL-Zertifikat, Backups, laufende Wartung und kleine Änderungen, die binnen 24 Stunden live sind. Deutsche Anbieter veröffentlichen 2026 Monatspreise von 12,50 € bis 499 € — die Spanne sagt allerdings mehr über den Leistungsumfang als über die Qualität.
Die beiden Enden dieser Spanne sind zwei völlig verschiedene Produkte. Am unteren Ende stehen automatisierte Update-Pakete ohne menschliche Kontrolle: jungmut.com beschreibt solche Angebote 2026 mit „ab rund 10 Euro“, wp-helping-hand.com warnt ausdrücklich, dass unter 20 bis 30 € im Monat üblicherweise Updates ohne Prüfung bedeutet. Am oberen Ende steht ein benannter Ansprechpartner mit zugesagter Reaktionszeit. Wenn Sie Angebote vergleichen, vergleichen Sie also zuerst, ob ein Mensch nach dem Update auf die Seite schaut.
Was Wartung tatsächlich umfasst
Wartung ist keine einzelne Leistung, sondern ein Bündel aus sechs Dingen, die alle regelmäßig passieren müssen, damit die Seite morgen noch funktioniert.
- Hosting und Erreichbarkeit. Der Server, auf dem die Seite läuft, plus die Überwachung, ob sie tatsächlich erreichbar ist. Ausfälle bemerken Sie sonst erst, wenn ein Kunde anruft.
- SSL-Zertifikat. Läuft es ab, zeigt jeder Browser eine Sicherheitswarnung statt Ihrer Seite. Das ist der schnellste Weg, an einem Wochenende alle Anfragen zu verlieren.
- Backups — und die Wiederherstellung. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Die besseren Anbieter im Markt nennen das Rückspielen deshalb ausdrücklich als eigene Leistung.
- Updates von Software und Abhängigkeiten. Bei einem CMS mit Plugins ist das der große Posten: Jedes Plugin ist eine eigene Software mit eigenem Update-Zyklus und eigenen Sicherheitslücken.
- Funktionsprüfung. Formulare abschicken, Links durchklicken, den Bestellvorgang bis zur Bestätigung durchlaufen. Genau hier bricht am häufigsten etwas, ohne dass es jemand sieht.
- Kleine Änderungen. Öffnungszeiten, Preise, ein neues Teammitglied, ein ausgetauschtes Foto. Bei den meisten Anbietern ist das ein Zeitkontingent — seitenhelfer.de nennt 30 Minuten pro Monat im Paket „Betreut“ und 60 Minuten im Shop-Paket (Stand 2026).
Was passiert, wenn es niemand macht
Eine ungepflegte Website fällt selten spektakulär aus. Sie verliert leise Anfragen, und zwar meistens auf eine dieser vier Arten.
Die vier stillen Ausfälle
- Das Formular schickt nicht mehr. Ein Update, ein geänderter Spam-Filter, ein abgelaufener Mail-Dienst — und Anfragen landen nirgends. Niemand beschwert sich, weil niemand weiß, dass seine Nachricht nie angekommen ist.
- Eine Sicherheitslücke in einem Plugin wird ausgenutzt. Bekannte Lücken in verbreiteten Erweiterungen werden automatisiert abgesucht. Das Ergebnis ist meist keine Erpressung, sondern untergeschobene Werbung oder Weiterleitungen — und eine Google-Warnung, die Ihren Traffic halbiert.
- Das SSL-Zertifikat läuft ab. Ab dieser Minute sehen Besucher eine Warnseite. Es ist der günstigste Fehler, den man vermeiden kann, und der teuerste, wenn er passiert.
- Es gibt kein brauchbares Backup. Wenn der Ernstfall eintritt, entscheidet nicht, ob Backups liefen, sondern ob jemand jemals eines zurückgespielt hat.
Dazu kommt der Fall, der am häufigsten vorkommt und am seltensten benannt wird: Die Seite funktioniert technisch, aber niemand ändert mehr etwas, weil jede Änderung einen Termin, ein Angebot und eine Woche Wartezeit bedeutet. Nach zwei Jahren stehen falsche Preise, alte Leistungen und ein Team darauf, das es nicht mehr gibt. Genau deshalb sind kleine Änderungen bei uns Teil des Monatspreises und nicht ein Posten auf einer Rechnung.
Was der Markt verlangt
Die deutschen Anbieter sind bei der Wartung deutlich offener als bei anderen Leistungen — viele veröffentlichen echte Preislisten. Hier sind die, die wir im Oktober 2026 nachgelesen haben.
| Anbieter und Stand | Veröffentlichte Stufen | Was dafür drin ist |
|---|---|---|
| roehler.nrw | ab 12,50 €/Monat | Stufe „Sicherheit Plus“: Core-Updates binnen 24 Stunden, wöchentliche Plugin- und Theme-Updates, wöchentliche Backups auf deutschen Servern. Kein Datum auf der Seite. |
| wp-helping-hand.com, Juli 2026 | 29–79 €, 79–199 €, 199–499 € und mehr | Basis-Pflege (Updates, Backups, Uptime-Monitoring), erweiterte Wartung (plus Sicherheitschecks und kleine Support-Anfragen), Vollservice (plus priorisierter Support und Reports). |
| jungmut.com, Oktober 2026 | 30–80 €, 80–250 €, ab 250 € | Basis, Standard und Managed. Ab der Standardstufe: manuelles Testen in einer Staging-Umgebung, geprüfte Wiederherstellung, Plugin-Audits und ein kleines Stundenkontingent. |
| wp-ninjas.de, August 2026 | 49 € und 99 €/Monat | Zwei Pakete, Festpreise. |
| seitenhelfer.de, 2026 | 89 €, 149 €, 279 €, ab 390 € netto | Die klarste Liste im Vergleich: Basis, Betreut (30 Minuten Änderungen), Shop (60 Minuten, Checkout-Prüfung, Staging), Individuell. Mindestlaufzeit drei Monate, Abrechnung quartalsweise im Voraus. |
| graphek.de, Februar 2026 | unter 150 €, 150–300 €, über 350 € | Einordnung des Marktes von 0 € (selbst machen) bis über 500 €. Nennt für WordPress-Entwickler Stundensätze von 80 bis 120 € — bei zwei Stunden im Monat ergibt das 160 bis 240 €. |
| max2-consulting.de, September 2026 | 49 €, 97,76 €, 199 € netto | Basic, Professional, Premium — verkauft als Drei-, Sechs- oder Zwölf-Monats-Paket, nicht als Abo. |
| Resultstars | 39 €/Monat, eine Stufe | Hosting, SSL, Backups, Wartung und kleine Änderungen binnen 24 Stunden. Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. |
Alle Angaben von den Seiten der Anbieter, abgerufen am 8. Oktober 2026; bei roehler.nrw und seitenhelfer.de steht kein Veröffentlichungsdatum auf der Seite. Die oft zitierte Marktspanne „12,50 bis 199 €“ stammt übrigens nicht aus einer Quelle, sondern sind die Preislisten zweier unterschiedlicher Anbieter — das untere Ende von roehler.nrw, das obere die Premium-Stufe von max2-consulting.de. Vergleichbar sind die Zahlen nur, wenn Sie daneben lesen, was jeweils enthalten ist.
Warum 39 € bei uns reichen
Weil wir unsere Seiten selbst programmieren, statt sie in ein CMS mit Plugins zu bauen. Damit verschwindet der größte Kostenblock der klassischen Wartung: der Update-Kreislauf.
Rechnen Sie den Aufwand einer WordPress-Seite einmal durch. Core, Theme und ein Dutzend Plugins haben jeweils eigene Release-Zyklen. Jedes Update kann mit jedem anderen kollidieren. Wer das sauber macht, zieht die Seite in eine Staging-Umgebung, aktualisiert dort, testet von Hand und schiebt erst dann live — genau die Leistung, die jungmut.com ab der Standardstufe mit 80 bis 250 € im Monat ansetzt. Diese Arbeit fällt jeden Monat erneut an, unabhängig davon, ob sich an Ihrer Seite etwas geändert hat.
Eine selbst geschriebene Seite hat diese Abhängigkeiten nicht. Es gibt kein Plugin, das aktualisiert werden muss, keine Theme-Kollision und keine bekannte Lücke in fremdem Code, die automatisiert abgesucht wird. Was bleibt, ist Hosting, das Zertifikat, Backups und die Funktionsprüfung. Das ist wenig Arbeit — und deshalb ist es ein kleiner Preis. Es ist keine Rabattaktion, sondern das Ergebnis einer technischen Entscheidung, die wir beim Bau der Seite treffen.
Der ehrliche Haken daran
Eine selbst programmierte Seite können Sie nicht so frei umbauen wie einen WordPress-Baukasten. Inhalte ändern Sie über uns, nicht in einem Backend, das Sie selbst bedienen. Für die meisten unserer Kunden ist das ein Vorteil, weil sie es ohnehin nicht selbst machen wollten. Wenn Sie aber jede Woche selbst neue Seiten anlegen wollen, ist ein CMS die richtige Wahl — und dann zahlen Sie auch die Wartung, die dazugehört.
Was in den 39 € nicht enthalten ist
Kleine Änderungen heißt: Text, Preise, Bilder, Öffnungszeiten, ein neuer Mitarbeiter, ein ausgetauschter Abschnitt. Nicht enthalten sind neue Seiten, neue Funktionen, ein Redesign und die laufende Betreuung von Werbekonten. Dafür gibt es ein eigenes Angebot mit einem festen Paketpreis, nie einen Stundensatz im Nachhinein.
Ebenfalls nicht enthalten: die Lizenzen Ihrer Shopsysteme oder Drittanbieter-Dienste. Die laufen auf Ihren Namen — damit die Seite Ihnen gehört, auch wenn Sie irgendwann woanders hingehen. Was ein Neubau kostet und woran der Preis hängt, führt Sie unser Website-Kosten-Rechner in wenigen Fragen durch.
Wann Sie keinen Wartungsvertrag brauchen
Zwei Fälle, in denen wir abraten würden.
- Sie haben eine reine Visitenkarten-Seite auf einem Baukasten. Wenn Ihre Seite aus einer Seite bei einem Hosting-Baukasten besteht, der Updates selbst erledigt, zahlen Sie für einen Vertrag etwas, das der Anbieter schon macht. Dann reicht der Baukasten.
- Sie haben Entwickler im Haus. graphek.de nennt für WordPress-Entwickler Stundensätze von 80 bis 120 € (Februar 2026). Wenn jemand bei Ihnen das ohnehin zuverlässig erledigt, ist ein externer Vertrag doppelt bezahlt. Entscheidend ist nur das Wort „zuverlässig“ — unregelmäßig gepflegt ist in der Praxis dasselbe wie ungepflegt.
Im Zweifel ist die bessere Frage nicht, ob Sie Wartung brauchen, sondern wer sie verantwortet. Eine Seite ohne benannten Zuständigen wird nicht gewartet, egal wer dafür zahlt. Wer bei uns zuständig ist, steht unter „Über uns“.
Woher die Zahlen stammen
- Monatspreise und Leistungsumfänge — seitenhelfer.de (Wartungsvertrag, Stand 2026), wp-helping-hand.com („WordPress Wartung Kosten“, 16. Juli 2026), jungmut.com („WordPress Wartung Kosten“, aktualisiert 1. Oktober 2026), graphek.de („WordPress Wartung Kosten“, 9. Februar 2026), wp-ninjas.de (Stand August 2026), max2-consulting.de (Stand September 2026), roehler.nrw (ohne Datumsangabe). Alle abgerufen am 8. Oktober 2026.
- Stundensätze für WordPress-Entwickler, 80–120 € — graphek.de, 9. Februar 2026.
- Warnung vor Paketen unter 20–30 € im Monat — wp-helping-hand.com, 16. Juli 2026; vergleichbar jungmut.com zu automatisierten Paketen „ab rund 10 Euro“.
- Resultstars-Preise und Leistungsumfang — die Leistungsseiten dieser Website, Stand 2026.

